Wie viele Tage im Jahr
arbeitest du für den Staat?

Die Antwort steht auf keinem Lohnzettel. Sie verteilt sich auf Lohnsteuer, Sozialversicherung, Abgaben, die dein Arbeitgeber zahlt, bevor du das Geld je siehst — und auf jede Rechnung, die du danach bezahlst. Dieser Rechner setzt alles zusammen und übersetzt es in Tage.

Drei Fragen, bevor du die Zahl siehst

  • Was würdest du mit dem Geld anfangen, wenn du selbst darüber entscheiden dürftest?
  • Was würdest du mit dieser Zeit tun, wenn sie dir gehören würde und nicht dem Staat?
  • Jedes Jahr arbeitest du etwas länger für den Staat. Ab wie vielen Tagen sagst du: es reicht?
Was dieser Rechner anders macht. Der bekannteste Rechner dieser Art in Österreich ist der Bruttomat der Agenda Austria. Er rechnet ausschließlich mit den Abgaben auf dein Einkommen und hält in seiner eigenen Berechnungslogik fest, dass Mehrwertsteuer und andere Verbrauchsteuern darin nicht enthalten sind. Genau die kommen hier dazu. Dafür ist der Konsumteil ein Modell mit Annahmen — jede davon ist unten offengelegt und hier oben verstellbar.
von 365
Tage, die du für Steuern und Abgaben arbeitest
Ab diesem Tag arbeitest du für dich
Abgabenquote auf deine Arbeitsleistung
Summe pro Jahr an den Staat

Dein Jahr, Tag für Tag

365 Punkte, ein Punkt ist ein Tag. Von links nach rechts: zuerst die Tage, die an den Staat gehen, danach die, die dir bleiben.

Wohin es geht Euro / Jahr Tage
Einzelposten
Vom Bruttogehalt zu dem, was deine Arbeit kostet
Jahresbrutto — Monatsbrutto × 14
+ Abgaben des Arbeitgebers ( auf das Brutto obendrauf)
Bezugsgröße
Netto auf deinem Konto

Das Bruttogehalt ist nicht, was ein Arbeitsplatz kostet. Auf jeden Euro Brutto zahlt der Arbeitgeber in Österreich noch einmal rund 28 Prozent obendrauf: Dienstgeberanteil zur Sozialversicherung 21,03 %, Dienstgeberbeitrag 3,7 %, Zuschlag 0,36 % und Kommunalsteuer 3 %. Dieses Geld wird durch deine Arbeit verdient, steht aber nie auf deinem Lohnzettel. Wer nur das Brutto betrachtet, übersieht den größten Einzelposten der Abgabenlast.

Deine Zahlen

14 Bezüge pro Jahr, also inklusive Urlaubs- und Weihnachtsgeld — .
Was mitgerechnet wird
Konsum
Anteil deines Nettos, den du nicht ausgibst. Vorbelegt: 9,9 % (Haushalte Österreich 2025).
Annahme, siehe Methodik. 20 % Normalsatz, 10 % auf Miete und Lebensmittel, manches steuerfrei.
Sonstige Abgaben
Burgenland, Kärnten, Steiermark und Tirol heben zusätzlich 0 bis 4,70 € ein. Sonst 0.
Kfz-Haftpflicht, Haushalt, Rechtsschutz, Unfall. Darin stecken 11 % Versicherungssteuer — ohne die motorbezogene, die zählt separat.
Elektrizitätsabgabe: 2026 befristet 0,1 ct/kWh für Haushalte statt 1,5 ct.
Grundsteuer, Vignette, Rezeptgebühr, Tabak- und Alkoholsteuer, Flugabgabe.
Auto
Vorbelegt mit 890 l: 13.900 km Jahresfahrleistung bei 6,4 l / 100 km Realverbrauch.
Mineralölsteuer 48,2 ct/l Benzin, 39,7 ct/l Diesel, dazu die CO2-Bepreisung.
Richtwert für einen Mittelklassewagen. Die Spanne reicht von 78 € Mindestbetrag bis 912 € Deckel. Der exakte Wert steht auf deiner Polizze.

Methodik und Quellen

Der Rechner läuft vollständig in deinem Browser. Es wird nichts übertragen, nichts gespeichert und nichts geladen außer der Seite selbst — deine Einkommensdaten verlassen dein Gerät nicht.

Was exakt gerechnet wird

  • Sozialversicherung Dienstnehmer: 18,12 % (Krankenversicherung 3,87 + Pension 10,25 + Arbeitslosenversicherung 3,00 + Arbeiterkammer 0,50 + Wohnbauförderung 0,50), begrenzt durch die Höchstbeitragsgrundlage von 6.930 € im Monat beziehungsweise 13.860 € für die Sonderzahlungen.
  • Lohnsteuer: Tarif 2026 mit den Stufen 13.539 / 21.992 / 36.458 / 70.365 / 104.859 / 1.000.000 € und den Sätzen 0, 20, 30, 40, 48, 50 und 55 %. Abgezogen werden das Werbungskostenpauschale von 132 € und der Verkehrsabsetzbetrag von 496 €.
  • 13. und 14. Bezug: Freigrenze 2.447 €, Freibetrag 620 €, darüber der begünstigte Satz von 6 %.
  • Arbeitgeber: Dienstgeberanteil 21,03 %, Dienstgeberbeitrag 3,7 %, Zuschlag 0,36 % und Kommunalsteuer 3 %.

Was ein Modell mit Annahmen ist

  • Umsatzsteuer. Vom Netto wird die Sparquote abgezogen, der Rest gilt als Konsum. Darauf wird ein Mischsatz angewandt — vorbelegt mit 16 %, weil neben dem Normalsatz von 20 % vieles mit 10 % besteuert ist (Miete, Lebensmittel, Bücher, Medikamente) und einiges gar nicht (Versicherungen, Bankdienstleistungen, ärztliche Leistungen). Gerechnet wird korrekt aus dem Bruttopreis heraus, also Konsum × 16/116 und nicht Konsum × 16 %.
  • Sparquote. Vorbelegt mit 9,9 % — das ist der amtliche Durchschnitt der österreichischen Haushalte für 2025. Wer mehr spart, zahlt weniger Umsatzsteuer.
  • Versicherungssteuer. 11 % auf Sachversicherungen — Kfz-Haftpflicht, Haushalt, Rechtsschutz, Unfall. Sie steckt in der vorgeschriebenen Prämie und wird deshalb wie die Umsatzsteuer herausgerechnet, nicht daraufgeschlagen. Lebensversicherungen werden mit 4 % besteuert und sind hier nicht gesondert abgebildet. Vorbelegt mit 1.200 € Jahresprämie.
  • Mineralölsteuer. 48,2 ct je Liter Benzin, 39,7 ct je Liter Diesel, dazu die CO2-Bepreisung von 15 beziehungsweise 16,5 ct — letztere brutto angegeben und deshalb auf netto zurückgerechnet, damit die Umsatzsteuer nicht doppelt zählt. Vorbelegt mit 890 Litern: 13.900 km Jahresfahrleistung bei 6,4 l / 100 km Realverbrauch. An der Zapfsäule sind damit rund 58 % des Benzinpreises Steuer.
  • Motorbezogene Versicherungssteuer. Sie hängt an Leistung und CO2-Ausstoß deines Fahrzeugs und lässt sich nicht sinnvoll pauschalieren. Vorbelegt ist ein Richtwert von 520 € für einen Mittelklassewagen; die Spanne reicht von 78 € Mindestbetrag bis 912 € Deckel für die meisten Pkw. 2026 stieg sie im Schnitt um 34,56 € im Jahr. Den exakten Wert findest du auf deiner Polizze.
  • Elektrizitätsabgabe. 0,1 ct je kWh — für Privathaushalte 2026 befristet von 1,5 ct gesenkt. Bei 3.500 kWh sind das nur 3,50 € im Jahr; die Position ist der Vollständigkeit halber drin, nicht wegen ihrer Größe.
  • Was weiter fehlt. Tabak-, Alkohol- und Flugabgabe, Grundsteuer, Vignette und Rezeptgebühr stehen im freien Feld „Weitere Abgaben". Dafür gibt es keinen ehrlichen Durchschnittswert für einen einzelnen Haushalt — wer raucht, zahlt hier dreistellig mehr, wer nicht raucht, gar nichts.

Was bewusst fehlt

  • Der Zuschlag zum Verkehrsabsetzbetrag und die Negativsteuer sind nicht abgebildet. Beide senken die Steuer bei niedrigen Einkommen — unter rund 31.000 € Jahreseinkommen fällt das Ergebnis hier also etwas zu hoch aus.
  • Die Mitarbeitervorsorgekasse (1,53 %) ist nicht mitgezählt. Sie ist zwar verpflichtend, das Geld gehört aber dir und kommt später zurück. Das macht das Ergebnis eher vorsichtig als übertrieben.
  • Familienbonus, Pendlerpauschale, Alleinverdienerabsetzbetrag und Werbungskosten über dem Pauschale fehlen. Wer sie hat, zahlt weniger als hier angezeigt.
  • Die Einkommensvorlagen stammen aus 2024, dem aktuellsten amtlichen Jahrgang, und werden mit dem Steuerrecht 2026 gerechnet. Wer den eigenen aktuellen Lohn einträgt, umgeht diese Unschärfe.

Quellen

Stand der Rechtsgrößen: 2026. Das ist eine Modellrechnung zur Veranschaulichung und keine Steuerberatung. Für die eigene Veranlagung zählt der Bescheid, nicht dieser Rechner.

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